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Archiv der Kategorie ‘Ostfriesische Inseln allgemein‘
Samstag, den 26. September 2009
Moin tosam!
Na, Wo geiht? Ick will Ji ebn watt vertelln:
Een Kollege fragt mich, dat war am Mittwoch, und wir stehn da so anne Spülsaum, de Fööt int Water: “Du, Hinnerk, wat mak wi mit di Wal?”
Ich antworte: “Wal?, Welcher Wal? Wo ist de Wal?”
Der Kollege, Harm heißt er: “Na, de Wal! Weißt wohl!”
“Nee”, sech ick, “Mensch, Harm, was denn für’n Wal!? Blauwal, Schweinswal - Walfisch???”
“Hinnerk! Du bis wohl nich gescheit? Ein Wal ist doch kein Fisch, das is man en Säugetier!”
“Ja, Harm, das weiß ich doch! - Ist ein Wal angetrieben? Nun sag schon, was fürn Wal denn nu?”
“Na, Sonntag!”
“? DIE Wahl!?!”
“Ja, Sonntag! Wat mak wi mit di Wal?”
“Na, hingehn, was sonst?”
Also, weetst bescheed?
Viele Grüße van de Spülsaum - ick segg Ji, dat Water is immer noch warm! Un makt dat richtig mitti Wa(h)l!
Bit annermol,
Euer Hinnerk
Tags: Baltrum, Bartenwahl, Blauwal, Borkum, Bundestagswahl, Herbstferien, Hinnerk, Juist, Langeoog, Norderney, Nordsee, Ostfriesische Inseln, Ostfriesland, Plattdeutsch, Pottwahl, Schweinswal, Spülsaum, Spiekeroog, Wahl, Wal, Walfisch, Walstrandungen, Wangerooge, Wattenmeer, Weltnaturerbe Kategorie Baltrum, Borkum, Juist, Langeoog, Norderney, Ostfriesische Inseln allgemein, Spiekeroog, Wangerooge | 0 Kommentar »
Freitag, den 18. September 2009
Moin tosamm!
Dor bünn ick all weer.
Buki van Börkum seggt alltied: Habt Vertraun!
Haben wir, wenn er das sagt, zum Beispiel, wenn wir hinter ihm her fahren bei einer seiner Super-Fahrrad-Touren auf Borkum. Und was kommt mir da inn Sinn?
Follow me.
So het dat nu wohl auf Denglisch. Follow me, verfolge mich, nein, komm mit nach, man to!
Ick bin nu all bei TWITTER! Und da kann man sich verfolgen wie die Jägers die Karnickels auf den Ostfriesischen Inseln oder wie auch immer.
Nu sitt ick dor vör mien PC (sprich Peei-Zeei) unn versuch mi an düssen neimodschen Kram, twitter, facebook, youtube un wie se all heten.
Netzwerke spinnen. Nee is dat moi all weer!
Dor schrift een: Dor is Gewitter up Nördernee! Un een anner: Man kann up Wangerooge entschleunigen. Jo.
Wullt Du dat wirkelk wissen? Nö, mutt ja nicht.
Schad’ ja aber ok nich.
Up Baltrum packt se denn schon mal de Silvesters rut (Silvester, dat sün de schicken Regenmützen van de Fischers), un up Spiekeroog denkt se: Noch weniger schleunig wird’s langweilig bi uns. Und up Langeoog packt se derweil de Paddel för de Inselcup in den Flieger, denn am Wochenende treffen sich wieder die 7 Ostfriesichen Inseln zum berühmten (berüchtigten) Fußballcup der “Altherren”-Mannschaften, wo’s nich so gemütlich is, wie man meinen mag. Dat is düsse Mol up Juist. Ick bün ok dörbi!
Ick fahr also hinterher in Realität, aber vorher kuck ick mol, wer mir virtuell schon einen Spielstand vor dem Endstand geben kann, dat moken die inne Politik ja ok so.
Un hier nen Tipp. Wenn Ji nen lecker Video vanne besten Tore habt, kuckt doch mal up youtube, dass Ihr das irgndwann uploadet, dat muss ja nich glieks wesen.
Denn ick fohr ja achteran, also hinnerher, ick folge dem Tross, verfolge ihn, und werde das geschehn auch weiter verfolgen.
Habt Vertraun!
Ick drück den Fußballteams alle Daumens!
Bit annermol!
Euer Hinnerk
Kategorie Baltrum, Borkum, Juist, Langeoog, Norderney, Ostfriesische Inseln allgemein, Spiekeroog, Wangerooge | 1 Kommentar »
Samstag, den 29. August 2009
Moin!
So einen Super-Sommer haben wir hier an der Küste und auf den Inseln - und das is man noch nich vorbei! Das gute Nordseewasser ist badewarm, die Wellen berauschend, die Strände wunderbar, egal ob auf Borkum, Juist, Norderney, Baltrum, Langeoog, Spiekeroog oder Wangerooge. Die Hauptsaison neigt sich dem Ende - jetzt atmen die Insulaner gerade auf. Das merkt man daran, dass man den ein oder annern endlich mal wieder zu Gesicht bekommt und mit ihm ein Klönschnack halten kann. Wenn es so richtig voll auf den Inseln ist, haben die ja so viel zu tun, dass sie zu nichts anderem kommen. Jetzt aber wird’s entspannt! Der Sanddorn wird reif, die Blumen blühen noch, die Dünen sind dies Jahr so richtig grün und die Luft so herrlich prickelnd, als stünde der Sommer noch bevor. Ich würd man sagen, wenn ich nicht schon hier wär: Pack die Badehose ein und komm mal eben rüber!
Nochn paar Tipps: Es gibt noch rasante Events, zum Beispiel nen Kite-Cup auf Dornröschen-Baltrum vom 3. bis 6 September. Am 29. August ist Drachenfestival auf Borkum und es gibt viel Jazz auf der größten Insel im Osten. Auf Wangerooge wird getrommelt, Kurse gibts für Große und Kleine. Auf Langeoog gibts derzeit tolle Ausstellungen - Hundertwasser und Lego! Spiekeroog hat am 2. September ein Musiktheater Meerwunder und das Musikfest Bremen gastiert vom 17. bis 20 September auf der grünen Insel. Juist bezaubert vom 18. bis 20. September mit einem Krimifestival. Doch erstmal noch: Norderney veranstaltet vom 3. bis 6 September sein 2. Jazz-Festival JAM - Jazz am Meer und hat gerade seine 1. Plattdeutsche Woche.
Da mutt ick hin, dor wüll ick wat erleben. Un endlich mal wieder mit mien Jungs moi, in aller Ruhe ein Bierchen trinken, denn nu hem se wieder n’büschen mehr Tied!
Tjüss, bit annermol!
Euer Hinnerk
Tags: Baltrum, Borkum, Djembe, Hundertwasser, Jazz, Juist, Kite-Cup, Krimifestival, Langeoog, Lego, Norderney, Nordsee, Plattdeutsch, Spiekeroog, Wangerooge Kategorie Ostfriesische Inseln allgemein | 0 Kommentar »
Dienstag, den 11. August 2009
Moin, tosamm!
Watt ‘n Trubel. Knapp zur Saison, Ende Juni 2009, hat de Unesco uns schönes, einmaliges Wattenmeer zum “Weltnaturerbe” geadelt. Dat isn Ding, wa?
Dat ist ja man sowieso so ne Sache: Watt is Watt?
Da gibt es die Wattführers und die Nationalparkhäuser, die könn eim dat erklärn, hin und her, mit Ebbe und Flut, Spring- und Nipptiden, Ästuaren und Prielen, Wattwürmers, Muscheln und Möwen - es is und bleibt ein riesengroßes Wunder. Und eigntlich muss man et selbst gesehn ham, um dat zu glauben. In Wirklichkeit muss jeder mindestens einmal im Leben sonne richtige Wattwanderung gemacht haben, mit Schlick unner de Fööten und Sonne auf dem Haupt, Wind um die Ohren und diese einzigartige Stimmung mitten im Nirgendwo tüschen Land und Wasser, wo man Leben hört, wie man es noch nie nich gehört hat.
Natürlich - man kann auch mit dem Fahrgastschiff drin rumschippern, aber das ist nich so sportlich. Aber doch, da erklärn eim die Käptens von den “nationalparkzertifizierten” Fähren gern alles über Seehunde und Fischfang, und man sieht dat Watt quasi von oben, also mit Wasser drauf, und es heißt immer noch Watt. Unglaublich.
Auf den Inseln ham wir meist Nationalparkhäuser, da kann man sich die Chose auch im Querschnitt und im Ausschnitt und im Anschnitt ansehn. Wenn man Glück hat, erklärt eim ein Hausleiter höchstpersönlich die Entstehung - also wieder das Ding mit Ebbe und Flut. Und wenn man ganz großes Glück hat, darf man mal mitspielen und “Sonne” sein, oder “Mond” (die Hausleiter ham die “Erde” für sich gepachtet) - müsst Ihr mal nach fragen.
“Erhaltenswertes Welterbe der Menschheit”, heeßt dat Wattenmeer nu, genau wie de Grand Canyon oder dat Great Barrier Riff, poh, da sind wir aber bannig stolz drauf.
10.000 Quadratkilometers dick und 400 Kilometers lang, von den Westfriesischen Inseln bis über die Ostfriesischen Inseln und die Nordfrieseischen Inseln und allens, wat dann dazwischen bis zum grünen Festlanddeich liegt. Wir hier bei die Ostfriesichen Inseln ham zusätzlich das Glück, dass die Inselns selbst mit im Welterbe liegen, also auch der Strand und alle verschiedenen Zonen unserer Nationalparke. Dat is wirklich schön und besünners.
Wir freun uns alle riesig, nich, dass wir was dafür können, aber doch, dass uns bewusst ist, wie wertvoll unsere Heimat ist, dass wir sie früh mit den Nationalparken geschützt haben und es laut in die Welt posaunt haben, dass die das in Sevilla bei der Unseco auch gehört haben. Und nun müssen wir ganz vorischtig weitermachen, dass möglichst viele Menschen in den Genuss kommen, um diese einzigartige Welt Wattenmeer zu erleben. Wi freun uns up Ji!
Tschüss, bis annermal!
Euer Hinnerk!
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Donnerstag, den 30. April 2009
Moin mitnanner!
Die Nordsee war to Besuch in Mainz - und ick mittemang, hach, schön war’s!
Nu komm ick justement vom Rhein wieder, da treff ich auf der kleinsten Insel Baltrum die Botschafterin aus Nordrhein-Westfalen, die Bärbel! Da hab ick mich gefreut, das könnt Ihr mir glauben.
Bärbel macht ne Inseltour, damit se weiß, wovon sie spricht, wenn sie bald offiziell ihre Botschaft in Düsseldorf eröffnet! Und damit se das alles so richtich hautnah von de Insulaners erfährt, hat sie sich nette Familien auf jeder Insel ausgesucht, wo se mit am Küchentisch sitzen kann. Kartoffeln schälen, Bohnen strippen, Tee trinken und so - und klönen! Schade, bei mir zuhaus war sie nich, ich war ja unnerwegens in Mainz. Aber bei Tina und Torsten gabs watt zu schnacken. Ne Kamera hat sie auch mit dabei, da bin ich ja mal gespannt! Nu gehts zu Hartmut nach Spiekeroog.
Wenn Ihr Bärbel seht in den nächsten Tagen auf den Inseln, grüßt sie schön von mir!
Un munter bleiben!
Euer Hinnerk
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Mittwoch, den 18. März 2009
Moin tosammen!
So kurz vör de Saisong givt dat seit nu 13 Johrn een ganz spezielles Vergnügen für uns Insulaners:
Da treffen wi uns jedes Johr up een anner Insel för drei Dagen un fiiern und singn und danzen mitnanner, dat sück die Deelen biegen. Düsse Johr hem wi Wangerooge unsücker maakt.
De Pastor het ton Avscheed in’d katholisch Kark seggt: “Insulaner unner sück - oder besser: Insulaner außer sich!” …
De Kultur van alle Inseln het sück up de östlichste Ostfriesische Insel ein Stelldichein geven - he, wat war dat mal weer moi! Aver anstrengend, dat kann ick jo seggn.
Dat weer nett bi de Woogers, dat war düchtig gut organisiert, dor was mächtich Stümmung.
Nu sünn wi fit för de Saison, weil, dat is ja auch immer sonne Art Generalprobe von uns neewen Theaterstücken oder Shantys oder anneren Auftritten. De Insulaners hem bannig vööl Programm för her Gasten, dat kann ick jo vertelln!
Dat müsst ji sülvst erleben. To de Osterferien geiht dat los, da kunn jo de Insulaners up de Deelen, de de Welt bedüten, spööln, singen und agieren sehn. Nix wie los!
Ick freii mi up de Säsong!
Euer Hinnerk
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Mittwoch, den 18. März 2009
Nachlese:
Nee, nee, nee, wat wer dat moi up Visit in Bielefeld bei de Stammgastmesse zwo!
Sie erinnern sich: De Ostfreeske Eilands besuchen ihre Wiederholungstäters in die sichersprudelnde Gästegeldquelle – äh, war jetzt etwas nassforsch. So sind wir eben - vom Wasser geprägt.
Jetzt man Scherz und Flappsigkeit beiseite: Dat Treffen bi uns Stammgästen war phänominal, phantastisch und van Herzen! Waren noch mehr als wie bei unser Prämjähre oder wie dat heit, also unser Jungfernfahrt- also keine Fernfahrt, sondern dat wer ziemlich nah, nämlich in Essen int „Hömma-Land“. Diessemal wär dat Ivänt im mittleren nordwestlichen Ostwestfalen – eben Bielefeld.
Da wärn die Lüü etwas zurückhaltender – aber genau so herzlich wie die in Essen. Un det allns wär in de Räumlichkeiten von de ehemalige Ravenberger Spinnerei. Einfach riesig de Halle und bittje gedrechselte Wohlfühl-Architektur. Überall die Messestände von de einzelnen Inseln und Infomaterial, Strandkörben, große Bilders richtig überdimensional und: Spezialpersonal. Die Wiedserholungstäters un deren Fründen strömten mit großen Hallo und Moin in de Spinnerei wie schnell auflaufend Water vonne Nordsee innet Watt.
Spitzenstimmung!!! Alle Leute haben viele Spaß gehabt, gelacht, vertellt, gefuttert, Tee getrunken und auf den nächsten Urlaub auf unsere Eiländs gefreut. Un ick, Hinnerk, mittemangs als Platzanweiser und als geschulter Guide!
Apropos Guide: Bei manche leckere Froolü heb ik överlegt: Geiht do no wat? Aber aus, pfui, Haltung Hinnerk, vergisses, pfui, ik wer jo int Dienst – mit Ausgehfriesennerz und Opas Diseinergummistiefels… wie immer… echt, klar!
Bit annermal - un munter bleiben!
Euer Hinnerk
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Freitag, den 27. Februar 2009
Moin tosamm!
Muss ich eben loswerden:
Ik komm nich raus aus die Deseinergummistiefels und aus de Fierie - dat ist nich französisch, dat heißt Feierei. Apropos französisch: Wussten Se eigentlich, woher das Wort Tschüss kommt? Wissen Se nich? Dat kommt von Napoleons Besatzungszeit von Ostfriesland und sonst so. Dor hem de Franzmänner un Franzfrauen, also die Franzosen, “Adieu” - mit Gott - beim Tschüsssagen secht. Und denn durch die ostfriesische Lautverschiebung un so ist daraus über adiö - adschö - adschü - tschüss geworden.
Wie bin ich jetzt drauf gekommen? Ach ja - Fierie! Feierei! Dat Wort sieht auch eher nach Osterfest aus! Aber nu Scherz beiseite:
Die ganzen Karnevalsflüchtlinge hatten ja die Inseln överschwemmt, weil sie mit dem ganzen Alaaf, Helau und Bubdaaah, Bubdaaah nix anfangen können. Lieber in sich gekehrt an Strand laufen. Uns kanns recht sein.
Meine gute Laune hat dat nich gestört und ich war aber trotzdem aufer Karnevalsfete von unseren Verein: 1. FC Insulae tätätätätä, dat heißt Erster Fastnacht Club vonne Insel tätätätä.Und als die Karnevalsflüchtlinge zufällig in unsere Stammkneipe kamen, mussten die einfach mitfeiern.Wir schnell paar Pappnasen verteilt - ham ja genuch - und dann “Heidewitzka, Herr Kapitän” ging die Post ab. Ham sich auch nich lang gesträubt und voll mitfiert. Geiht doch! So wie die drauf waren, kommen die nur noch über Karneval zu uns auf die Eiländers.Un wenn am Aschermittwoch allns vorbei ist, muss ich mich schon wieder für Bielefeld vorbereiten. Stress pur! Bielefeld kenn´ sie?! Bielefeld un Umgebung ist auch eine Touristen-Wölfin, an der die Inseln sich wie einst Romulus un Remus nähren tun. Hier am Rande vom Teutoburger Wald - und schon sind wir wieder bei die Römers - Varus, Varus und sonstige Invasoren-Investoren, wo sind meine Millionen? - findet die zweite Stammgastmesse von unsere Eiländs statt. Se wissen doch - für das Konschept hat die Werbegemeinschaft Ostfriesische Inseln nen Tourismus-Oscar bekomm.
Und da haben wir alle Wiederholungstäter eingeladen. Un die können Freunde mitbringen. Un dann haben wir großes Moin un Hallo un so un fiern alle tosammen und vermitteln unseren lieben Stammgästen etwas von ihre zweite Heimat un statten praktisch einen lieben Gegenbesuch ab.
Hei, wat moi!! Herta, wo hast du meine Deseinergummistiefels von Opa? Tschuldigung - die hab ich ja noch an!…
Bis annemal und munter bleiben! Halt! De Termin in Bielefeld inne Ravensberger Spinnerei ist 6. bis 8. März, aber Se ham ja alle ne Einladung bekomm.Euer Hinnerk
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Montag, den 9. Februar 2009
Moin!
“Moin, moin!” is vööl to lang, hat Herbert gesagt, so viel Zeit hem de Ostfriesen up de Inseln nich. Und so minuzjös wie die arbeitende Zunft auf den Eilanden unterwegs is, so hebbn de Marketing-Fritzen auch die Botschafterernennung geplant. Alle Achtung. Das ging Schlag auf Schlag. Gut dass unser Ministerpräsident (Empeh) Christian Wulff schon vorher das Wichtigste gesagt hat: Dass die Idee mitti Botschafters genial is, dass er sich freut, wenn gaaanz viele Gäste auf die Inseln kommen (weil dann gibts Konjunktur und Steuern, nee das mitti Steuern hatter natürlich nich gesacht, aber ich habs gesehn, wie er das gedacht hat), und dass die Inseln ihm ganz lieb sünn (wenn auch teuer - wengs dem Küstenschutz).
Da warn ganz viele Leute vonne Presse dabei, das hat beschtümmt alle tüchtich gefreut, auch de Botschafters. Jedem hat Herr Wulff ein nettes Wort gesacht und die Hand geschüttelt. Se kriechten nen gaanz schicken Botschafterkoffer, auf den man nur neidisch sein kann, echt. Und ne Urkunde natürlich. Türschild, Aufkleber, Visitenkarten, Ausweis, alles da. Un - jo! - nen echten Ossinerz, so ein’ wie meiner! Da gabs nen quietschegelbes Foto mit Herrn Wulf, habt Ihr beschtümmt schon gesehn. Hel wat moi.
So. Nu is also Eva aus Überlingen Botschafterin für Baden Württemberg. Bärbel aus Düsseldorf für Nordrein-Westfalen. Kathrin für Sachsen. Olivia für Bremen. Tanja aus Saarbrücken fürs Saarland. Gerd aus Groß Grönau für Schleswig Holstein. Hermann aus dem Allgäu für Bayern. Klaus für Mecklenburg-Vorpommern. Matthias aus Tretnitz für Österreich. Joachim aus Frankfurt für Hessen. Michael für Thüringen. Jan Eden für Hamburch. Eva für Sachsen-Anhalt. Barbara aus Basel für die Schweiz. Eva-Maria für Brandenburg. Kathrin aus dem Westerwald für Rheinland-Pfalz. Jörg für Berlin und Daniel aus Osnabrück für Niedersachsen.
Natürlich gabs auch lecker Essen, Grünkohl, Labskaus, Nordseekrabben, Tote Tante und nächsten Tag Sniertjebraa. Den ham sich alle verdient. Morgens war nämlich Briefing. Dat is, wenn eim gesacht wird, was man tun muss. Da war sogar Herr Abel da, vom Nationalpark, und hat die Wattpakete erklärt. Damit die Botschafter die Botschaft auch richtich rüber bringen. Dat tun sie eh, das hab ick gemerkt, die sind alle ganz begeistert. Un denn gings inn Landtag. Da hat Herr Enste allns erklärt, ganz ausführlich, mit Wappenkunde un Abstammungskunde un Landeskunde. Hinterher war der NDR dran. Dat war nett. Der hat die Botschafters hehl wat vertellt van wat se don salln, wenn se ton Interview anreisen! Nich an Schlips un Kragen packen, die Frisur sitten laten un so. Echt nett.So, jo, un nu sind alle wieder in ihre Länners nach Hus hin fahrn. Und ick bin ja sowat van gespannt, wat es demnächst Neews gifft, wenn de Botschafters bloggen. Dat is, wenn se hier innet weltweite Netz schrieven, wat se so alln mokt hebbn. Nee, wat moi!
Also, munner bleiben. Un wenn Ji een van de Botschafters - up Platt heet dat übrigens Bischoppen, sprich Büschkoppen, weil de Bischopp ist de Botschaft un auch de Botschafters (Ihr könnt ja mal Hedwig fragen) - also, wenn Ji een van em trefft irgendwo in Dütsland oder in Österreich oder inne Schwyz, dann secht viele Grüße to hem,
van Hinnerk!
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Montag, den 2. Februar 2009
Moin Leute,
es geht loooos!
Aber vorher muss ik wat los werden. Meine Nerviso… meine… Ner…vo…si…tät. Man, bün ik nerviös. Wieso? Worum? Weswegen? Die Ostfriesischen Inseln haben in unserer niedersächsischen Landeshauptstadt… wo heit de noch, Herta?!… Rrrichtich, Hannover! Da machen wir Staat mit einem Mordsevent mit Presse, Funk un Fernsehn in nem richtig großen Hotel, CourtYard by Marriot. Direkt am Maschsee, nämlich so ganz ohne Wasser geht’ s ja nun nich. Da werden unsre Botschafters ernannt – de Botschafters van de Ostfrysken Eilanden in den einzelnen Bundesländern un in Österreich un inne Schwyz.
Aus vielen hunnert Bewerbungen von Eiländfäns hat der Inselrat die geeignetsten Damen und Herren herausgesucht. De Marketingbosse von de Inseln haben die letzten Wochen geschuftet bis zum Flatterix. Muss ja an alles gedacht werden… Da müssen… Und vor allen Dingen kommt unser Landesvater, der ÄMPEH, der Ministerpräsident Christian Wulff persönlich! Und der gibt der ganzen Angelegenheit den staatsmännischen Tatsch. Is ja auch ein Echter – nich so’n Vielversprecher.
Apropos Versprecher! Hoffentlich verhau ich mich nich als Assi vom Protokollchef, dem ich nämlich immer unauffällig die Stichwörters geben und wieder auf den richtigen Pfad führen muss, wenner sich verhauen hat.
Meine Kleidung steht auch schon: Ostfriesennerz und meine Disainergummistiefels. Hab ich sogar von unten geputzt. Man will ja ‘nen guten Eindruck hinterlassen.
Das Ganze muss und wird flutschen. Schließlich sollen unsere Botschafter mit stolz geschwellter Brust und toller Erinnerung an diese Veranstaltung zu Hause in ihren Bundesländern und in Österreich un inne Schweiz für unsere reizvollen Inselschönheiten werben.
Houhh, wat bün ik nerviös…
Bit annermal
Euer Hinnerk
Tags: Botschafter, Hannover, Nationalpark, Niedersachsen, Ostfriesennerz, Ostfriesische Inseln, Wattenmeer Kategorie Ostfriesische Inseln allgemein | 1 Kommentar »
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