Monatsarchiv für April 2008

Der Fluch der Karibik…

Freitag, den 25. April 2008

…is nix, nada, niente gegen einen Flug über die ostfriesischen Eiländs in der südlichen Nordsee! Und wenn das noch mit dem Inselflieger Jan Brunzema in son lüttje Zässna ist, dann is dat besünners erhebend. Der fliecht nämlich auch die Filmrollen mit, zum Beispiel „Der Fluch der Karibik“ zu manchen Inselkinos. Jedenfalls, bei som sonnigem Wetter einmal über die sieben Inseln fliegen, das ist wie im siebten Himmel schweben.Unter eim sind die kleinen Krabbenkutter un die grooßen Fähren plötzlich gaaanz klein. Un der schäumende weiße Schiffs-Schrauben-Schwall hinter der Fähre sieht aus wie eine immer breiter werdende Schaumkrawatte, bis sie sich auflösen tut. Und das Schiff is der Krawattenknoten, der so mit zehn elf Knoten dahinzieht. Hach, da kommt wieder meine poetische Ader raus, die in wohlgesetzten Wendeltreppendeutsch auch noch ein paar technische Details vermitteln tun tut.Von oben wirken die vielen blitzsauberen Siele noch mehr wie Spielzeughäfen. Überall ist Legoland.Die Möwen sieht man endlich mal von oben und das, was sie fallen lassen, kann einen nicht treffen. Im Gegenteil, man kann ihnen auf den Kopf spucken.Und dann zum guten Schluss in die glutrote Abendsonne blinzelnd mit sonorem Motorenbrummen dahinschweben, unter einem die glitzernde Nordsee und hinter einem die Filmrollen mit dem „Fluch der Karibik“, das ist Freiheit… echt und klar.Aber wie unser Fiete Nietzsche schon immer richtich meinte:
”Je höher wir uns erheben, um so kleiner erscheinen wir denen, welche nicht fliegen können”.
All klar?
Tschüss, bis annermal, kiek mol weer in!

Euer Hinnerk

Watt? Dat is wat!

Dienstag, den 22. April 2008

MOIN!

Pass em auf.

Gaaanz heißer Tipp: Wattwandern. Ein sagenhaftes Erlebnis! Ein Muss für jeden Urlauber! Darf man aber nur mit einem geprüften Wattführer! Nie alleine – Ausnahme man is Wattführer. Watt? Wat dat is!?

   

Das Watt gift dat schon ewiglich. Dat is dat, was Ebbe un Flut bei dem ewigen Auf und Nieder ein paar Stündchen relativ freilegen, den matschigen Meeresboden zwischen Insel und Kontinent – bei uns heißt der Kontinent Niedersachsen.

Und die Insulaner haben diese Zone schon vor Urzeiten Watt genannt. Also, sie haben dat Watt Watt genannt, alles klar?! Und jetzt kommt´s: Ganz viel später – also ungefähr jetzt – konstruiert man die Gezeitenkraftwerke und die erzeugen durch das ewige Steigen un Fallen und Hin und Her vom Meer Strom. Die Leistung wird in Watt oder Kilowatt oder Megawatt oder Gigawatt oder Wattweißich gerechnet. Und wer hat dat schon gewusst, dat dat Watt heißen tut: Die Insulaners, ein vorausschauender Menschenschlach. Watt´n Weitblick!

War jetzt nur en flacher Scherz am Rande! Apropos flach, also wenn zwischen Inseln und Festland dat Wasser weg ist durch die Gehhinundherzeiten, ist da der schlickige Meeresboden mit  unheimlich vielen Tier- und Pflanzenvielfalt. Und solange das Wasser noch wegläuft oder nur ein bisschen aufläuft, kann man dieses waaahnsinnige Naturelebnis haunah spüren und auf praktisch auf dem Meeresboden wandern. Und jetzt wisst ihr dann auch, warum das so platte Fische gibt: Die Gäste gehen durch das Watt und treten alle Schollen platt.

Mein lieber Scholli- das ist alles wahr… Und das Rote Meer is es auch manchmal, wenn bei den vom Scheitel bis zu Sohle Durchgesteilten die Sohle fehlt, wenn die also barfuß unterwegs sind. Und die hinterhältigen miesen Muscheln, scharfen Stacheln vom Seeigelskelett und  Krebsschalen nehmen ja keine Rücksicht auf Menschenfüße… Gesunder Tipp: Gegen frische offene Beine und  Füße helfen olle Turnschuhe oder gut sitzende Gummistiefel!

 

Lasst Euch nich veräppeln un munter bleiben!

Alles echt, alles klar?! Klar!

 

Noch’n Tipp: “Schach Watt!” Internationales Blitzschachturnier zwischen Ebbe und Flut auf’m Meeresgrund im Baltrumer Watt am 17. Juli 2008. Treffpunkt Gezeitenhaus um 14:00 Uhr.

 

Tschüß un bis annermal

 

Euer Hinnerk

April!

Dienstag, den 22. April 2008

MOIN!

Pass em auf:

Schon mitbekommen – auf unseren ostfriesischen Inseln is auch April. Wir halten uns da strikt an die Monaten von Niedersachsen und den anderen Kontinenten. A…ha..ber, bei uns is wie immer – un dat is wissenschaftlerisch bewiesen, be…wie…sen, dat Wetter better.

Also meistens bis überwiegend bläst der Wind – un mit dem haben wir ein Vertrach über ständiges Pusten - und der sorgt für schnelle Abwechselung. Wird also nie langweilig – nach Regen folgt Sonnenschein un nie umgekehrt. Ehrlich!

Außerdem sacht der Herbert Visser, der wo mein Freund von Norderney ist, immer: „Wir haben entweder schönes oder gesundes Wetter.“ Und im April ham wir 24 Stunden am Tach beides.

Außerdem is nich ganz so viel los, also beim am Strand-Laufen laufen Sie nicht Gefahr, Ihren besserwisserrischen kummunikatschionsfreundlichen – also das nervige streitbare Plappermäulchen - Nachbarn über den Strandwech zu laufen. Nur wenn der auch die Idee hat, dann… em einen auf schön Wetter machen und lächeln – wie immer in Stresssituaschtionen. Lächeln baut Stress ab und ein’ auf. Un das ist wahar! Hab ich gelesen und ausprobiert. Un dann noch auf einer Insel sein. Perfekt für Körper un Seele – oder wie man heutzutage sacht: Body un Meind!

Also sieben Sachen Sachen packen und eine von den sieben Schmuckstücken ansteuern. Durchpusten lassen. Kopf frei, nur Möwengeschrei, Meeresrauschen und Ebbe un Flut beobachten. Wat will man mehr…

Is ja nie wäch…

Alles echt und klar?! Klar!

Bis annemal und tschüüüüß

Euer Hinnerk