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Wa(h)l

Samstag, den 26. September 2009

Moin  tosam!

Na, Wo geiht? Ick will Ji ebn watt vertelln:

Een Kollege fragt mich, dat war am Mittwoch, und wir stehn da so anne Spülsaum, de Fööt int Water: “Du, Hinnerk, wat mak wi mit di Wal?”

Ich antworte: “Wal?, Welcher Wal? Wo ist de Wal?”

Der Kollege, Harm heißt er: “Na, de Wal! Weißt wohl!”

“Nee”, sech ick, “Mensch, Harm, was denn für’n Wal!? Blauwal, Schweinswal - Walfisch???”

“Hinnerk! Du bis wohl nich gescheit? Ein Wal ist doch kein Fisch, das is man en Säugetier!”

“Ja, Harm, das weiß ich doch! - Ist ein Wal angetrieben? Nun sag schon, was fürn Wal denn nu?”

“Na, Sonntag!”

“? DIE Wahl!?!”

“Ja, Sonntag! Wat mak wi mit di Wal?”

“Na, hingehn, was sonst?”

Also, weetst bescheed?

Viele Grüße van de Spülsaum - ick segg Ji, dat Water is immer noch warm! Un makt dat richtig mitti Wa(h)l!

Bit annermol,

Euer Hinnerk

Watt is dat? “Spülsaum”?

Freitag, den 12. September 2008

Hör eben zu!

Neulich habe ich ´nen Gast, der was Tolles an der Waterkant erleben wollte, fast auf die Palme gebracht, wenn wir denn am Strand welche hätten. Haben wir aber nicht, dafür einen Spülsaum voller gaaaanz vieler kleiner offener Geheimnisse aus dem Meer und was sich denn da so alles tummelt, kreucht und fleucht.

Und von dem tollen Spülsaum un seinen Kostbarkeiten aus dem Meer – mikroskopisch klein und makroskopisch groß – wenn man den Blick fürs Einzigartige hat, hab ich geschwärmt wie eine Menge Wolfsbarsche und ihm empfohlen, sich das näher anzusehen oder ´ne Führung mit zu machen. Der wollte ja was Abenteuerliches sehen.

Wieso ich ihm ´nen Spülsaum empfehlen würde, den hätte er schon tagtäglich zu Hause?

Ich sach: Häh….?

Un er sacht: Hömma, dat is bei uns inne Küche die dreckigste Kante im Spülbecken, bis wo dat Spülwasser vom schmutzigen Geschirr vonne letzte Geburtstagfete stand. Watte kaum abkriechst. Und mit den Schrumpelspülhänden hasse dann null Chance, bei de Gattin am Saum zu spülen… äh… spielen – vom Minirock.

Ich sach: Na, gut, wenn dat ein Trauma wär für ihn, dann soll er sich den hochinteressanten großen Priel im Watt ansehen.

Da bekam der erst recht ´nen Anfall. Da käm er ja vom Regen in die Traufe. Bei dem Wort „Pril“ bekäm er Albträume. Stundenlang hätte er – den Siff-Spülsaum vor Augen – das dreckige Geschirr von der Party mit Pril gespült. Und dabei wär´ er als Einziger überhaupt nicht entspannt gewesen.

Dann schoss er weg mit den Worten: Ich glaub´, ich krieg ´nen Föhn. Da konnt´ ich ihn aber beruhigen mit den kühlen Worten: Kann nicht passieren, den gibt´s nur in den Alpen.

Aber im Ernst, lasst Euch mal vom Fachkundigen den Spülsaum an der Wasserkante erklären. Da gibt es auf allen Inseln „Spülsaumwanderungen“ oder Wanderungen „an der Wasserkante“ mit solchen Typen wie mich. Das ist so spannend, da gibt´s so viel zu sehen, von der Austernschale, über Bernsteine bis zur verloren gegangenen Zahnspange. Zwinker… Weißt Bescheid?

Also munter bleiben und Sinne schärfen - am Spül- und Spielsaum! Un nix versäumen!

Bis annermal,

Euer Hinnerk